figo CEO ist seit März im Bitkom Hauptvorstand

Ein Blick hinter die Kulissen: André M. Bajorat und Steffen von Blumröder im Gespräch

11 APRIL 2016
Zusammenfassung
Seit März 2016 ist es offiziell. André M. Bajorat, CEO der figo GmbH, gehört zum Hauptvorstand vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom). Mit ihm bekommt nun die FinTech-Szene einen Fürsprecher. Gleichzeitig öffnet sich der Bitkom einer jungen Branche.

Warum das Thema FinTech für den Verband relevant ist und was sich die Parteien von der künftigen Zusammenarbeit versprechen und sicherlich auch erhoffen, beantworten André M. Bajorat und Steffen von Blumröder, Bereichsleiter Banking, Financial Services & FinTechs beim Bitkom:

Warum ist das Thema FinTech für den Bitkom ein wichtiges Thema?

Steffen von Blumröder: Grundsätzlich geht es uns darum, die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben und an innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen mitzuwirken. Da spielen Technologie-Start-ups natürlich eine zentrale Rolle in der digitalen Wertschöpfung. Der Finanzsektor steht da aktuell im besonderen Fokus. Zum einen treibt die Regulierung die Compliance-Anforderungen traditioneller Banken auf die Spitze und zum anderen werden dadurch auch Wettbewerb sowie neue digitale Geschäftsmodelle gefördert. Im Vergleich zu anderen Sektoren sind FinTechs bereits heute ein wichtiger Bestandteil der Finanzwirtschaft. Banken haben akzeptiert, dass sie nicht um diese neuen Player herumkommen.

Wer ist denn aus dem Fin-Umfeld Bitkom Mitglied?

Steffen von Blumröder: Neben den traditionelleren Bitkom Mitgliedern, die ja auch schon immer Tech & Fin verbunden haben, haben aktuell über 40 FinTech-Start-ups zu uns gefunden. Diese decken im Grunde sämtliche Bereiche ab. Von Lending, Payment, Versicherung oder Wealth Management sind fast alle B2C-Bereiche dabei. Mich freut aber besonders, dass wir inzwischen auch viele aus dem B2B-Umfeld an Bord haben. Euch und andere API-Plattformen, Factoring, Wechselservices oder Inkubatoren. Aber auch immer mehr Banken erkennen die Mehrwerte unserer Plattform. Das schöne – es kommen wöchentlich neue Unternehmen aus dem Fin-Umfeld dazu!

Warum ist denn figo Mitglied im Bitkom?

André M. Bajorat: Für uns als FinTech-Start-up ist insbesondere im Kontext der Regulatorik, die die PSD2 mit sich bringt, eine starke Interessenvertretung sehr wichtig. Da es bei uns nicht nur um für Start-up typische Themen geht, ist eine etablierte und gut vernetze Institution wie der Bitkom für uns Gold wert.

Und was erwartest Du Dir von der Mitgliedschaft?

André M. Bajorat: Einen Interessenvertreter, der unsere nach vorne gewandte, sehr digitale Sicht versteht sowie in geeigneten Momenten und bei passenden Institutionen mit Fachwissen und Branchenkenntnis vertreten kann.

Welche FinTech-bezogenen Initiativen gibt es beim Bitkom?

Steffen von Blumröder: Aktuell arbeite ich an einem FinTech-Kodex, um vor allem das Vertrauen des Verbrauchers zu erhöhen. Wir wollen ein Regelwerk definieren, das dem Verbraucher zeigt, dass man sich an bestimmte Grundwerte hält. Eine unserer Kernkompetenzen ist natürlich auch die Kommentierung der laufenden Regulierungsinitiativen sowie die proaktive Mitgestaltung der digitalen Zukunft Deutschlands. Darüber hinaus möchten wir mit unseren Veranstaltungen auch beim ‚Match Making’ helfen und Allianzen fördern. Außerdem müssen wir insgesamt die Kommunikation zwischen Regulator, Aufsicht und den Unternehmen noch weiter verbessern. Das sehe ich als eine meiner Kernaufgaben für die nächste Zeit.

Was sind denn die wichtigsten Herausforderungen, die Du aktuell für die Branche siehst?

Steffen von Blumröder: Alles rund um den Finanzsektor hat viel mit Vertrauen zu tun. ‚Der Deutsche’ ist da im Vergleich zu anderen Märkten recht zurückhaltend. Wir müssen es schaffen, die Akzeptanz für neue digitale Dienste zu stärken.

Was erwartet ihr Euch in dem Kontext von der Zusammenarbeit mit FinTechs?

Steffen von Blumröder: Frische, innovative Ideen, unkonventionelle Ansätze und vor allem, neue Technologien nach vorne zu treiben. FinTechs sind bereits heute ein wichtiger Bestandteil für die deutsche Wirtschaft und wir möchten, dass daraus wichtige Unternehmen von morgen werden. Ich möchte, dass das nächste Zalando ein FinTech ist.

War das der Grund für ein FinTech im Hauptvorstand?

Steffen von Blumröder: Wir sind immer auf der Suche nach Köpfen, die einen neuen Blickwinkel und Themen mit einbringen. Uns ist auch wichtig, dass wir die Meinung aller Unternehmensgruppen aufnehmen, die unter unserem Dach organisiert sind. Da passt Du doch super rein!

Wie siehstDu denn Deine Rolle im Hauptvorstand? Weißt Du, was auf Dich zukommt?

André M. Bajorat: Noch nicht 100 prozentig, aber die Aufnahme war schon einmal sehr herzlich und nett. Da der Bitkom ja zukünftig verstärkt in und mit thematischen hubs arbeiten will, macht die Aufnahme eines FinTechs in den Hauptvorstand aber sicherlich Sinn. So können wir als Bitkom nämlich auch die derzeit gestarteten FinTech-Aktivitäten in verschiedenen deutschen Städten sinnvoll unterstützen. Außerdem können wir insbesondere in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen, in denen ja neben weiteren FinTechs auch klassische Banken vertreten sind, unseren Einfluss geltend machen.

Wie ist denn Deine persönliche Meinung zu einem themenspezifischen FinTech-hub?

Steffen von Blumröder: Der Bitkom glaubt an den hub-Gedanken, weil wir davon überzeugt sind, dass es wichtig ist, jedem den Zugang zu den unterschiedlichen Playern so einfach wie möglich zu machen. Da kann eine solche Begegnungsstätte ein toller Ansatz sein. Einen hub dieser Art muss man im internationalen Kontext sehen und diesem ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten. Für Frankfurt könnte dies das Thema RegTech sein. Im Kern darf es keine innerdeutsche Regionaldebatte geben. hubs sollen als Leuchttürme die Attraktivität für den deutschen Standort und als Anziehungspunkt für internationale Talents, Start-ups und Investoren dienen.

In welchen Punkten grenzt Ihr Euch zu anderen Initiativen ab?

Steffen von Blumröder: Wir sind der Verband der Digitalwirtschaft und wollen kein Bankenverband sein. Uns geht es um die nachhaltige Adressierung der Herausforderungen der digitalen Transformation in Deutschland.

Ist das Thema digitale Transformation aus Deiner Sicht bei deutschen Unternehmen angekommen?

André M. Bajorat: Ich bin der Meinung, dass das nur in Teilen zutrifft. Erst letzte Woche habe ich schmunzeln müssen, als ich eine Kolumne von Gunter Dueck zu dem Thema las. Der Titel war:

„Digitalisierung? Müssen wir wohl bald einführen!“ - diese Denke ist noch an vielen Stellen präsent. Und um das zu verändern, müssen wir gemeinsam daran arbeiten.

Siehst Du das Angebot vom Bundesverband deutscher Banken (BDB) als Konkurrenz?

André M. Bajorat: Nein, was auch damit zusammenhängt, dass mir das Angebot des Bitkom sehr viel früher vorlag, sodass ich es auch gar nicht vergleichen mag. Die Zusammenarbeit mit dem BDB, die sich sehr gut entwickelt, ist additiv. Aus der BDB Initiative erwarte ich mir mehr konstruktiven Austausch und Verständnis zwischen klassischer Bankendenke und FinTech-Mindset.

Welche Einstellung hast Du denn grundsätzlich zum Thema Lobbying?

André M. Bajorat: Ich sehe das Thema heute viel positiver als noch vor einigen Jahren. Ich denke es ist wichtig und richtig, dass Fachverstand sehr früh gehört wird und Einfluss auf die zukünftigen und aktuellen Rahmenbedingungen erhält. Hier sehe ich Lobbying als essentiell.

Zitate
"Für uns als FinTech-Start-up ist insbesondere im Kontext der Regulatorik, die die PSD2 mit sich bringt, eine starke Interessenvertretung sehr wichtig. Da es bei uns nicht nur um für Start-up typische Themen geht, ist eine etablierte und gut vernetze Institution wie der Bitkom für uns Gold wert." André M. Bajorat, CEO der figo GmbH
"FinTechs sind bereits heute ein wichtiger Bestandteil für die deutsche Wirtschaft und wir möchten, dass daraus wichtige Unternehmen von morgen werden. Ich möchte, dass das nächste Zalando ein FinTech ist." Steffen von Blumröder, Bereichsleiter Banking, Financial Services & FinTechs beim Bitkom
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Über die figo GmbH

Nutzer wollen Convenience, bestehen auf Anwenderfreundlichkeit, erkennen den Mehrwert kontextbezogenen Bankings und bekommen die Freiheit, selbst entscheiden zu können, in welchem Service sie ihre Bankdaten nutzen wollen - neutrale Dienste außerhalb der klassischen Bankenwelt sind populärer denn je: Die scheinbar untrennbare Verbindung von Banking und Bank löst sich auf! An der Stelle kommt figo als Europas erster Banking Service Provider ins Spiel. Denn figo’s ‚Banking as a Service’-Plattform ist in diesem Zusammenhang - bestehend aus intrinsischer Motivation der Nutzer und äußeren Faktoren wie beispielsweise der neuen EU-Richtlinie Payment Services Directive 2 (PSD2) - ein effizienter wie effektiver Lösungsanbieter.

Das Hamburger B2B-Unternehmen hat mit seinem Geschäftsmodell die bisherigen Silos der Banken geöffnet und steht wie kaum ein anderes Unternehmen für diese neue offene Bankenwelt. Veredelte Daten verschiedener Finanzquellen wie Bankkonten, Kreditkarten, Depots, PayPal und FinTechs sind über figo erreichbar. Die PSD2 unterstreicht das Erfolgskonzept des Infrastrukturanbieters. Denn ein Aspekt der neuen EU-Richtlinie ist die Vorgabe ‚Access to Account’ (XS2A), die Banken dazu verpflichtet, Bankdaten auch sogenannten Dritten zugänglich zu machen. figo liefert mit seiner multifunktionalen Plattformtechnologie die technische Lösung zur Erfüllung von XS2A, die Banken europaweit nutzen können und nicht selbst entwickeln müssen. Die weitreichenden Managementfunktionen dieses Tools umfassen alle regulatorischen Maßgaben. Außerdem können Banken die figo ‘Banking as a Service’-Plattform einsetzen, um selbst innovative Produkte zu realisieren.

Die Kombination von Technik, Regulierung und Community bestimmt die strategische Ausrichtung des Hamburger Unternehmens. Denn figo ist auf dem Weg, eines der ersten regulierten FinTechs im Rahmen der PSD2 zu werden. Ziel ist in diesem Zusammenhang, für nicht-regulierte Unternehmen die Funktion des regulierten Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienstleisters zu übernehmen oder ein verlässlicher Auslagerungspartner für regulierte Unternehmen zu sein.

figo ist die Grundlage für das Banking der Zukunft und positioniert sich als verlässlicher Lösungsanbieter für Banken, FinTechs, E-Commerce- sowie Software-Häuser jeglicher Größe. Compliance, Datenveredelung, Fullservice und Business Intelligence sind zentrale Mehrwerte, an denen figo jeden Tag mit aktuell fast 50 Experten arbeitet.

figo öffnet und verbindet

figo öffnet die Banking- und Payment-Silos und macht die Bankeninfrastruktur für neue Use Cases zugänglich: Mit der Banking-Plattform ist es möglich, Bankdaten zu lesen, Finanzquellen zu analysieren, Überweisungen auszulösen, Kontodaten wie IBAN oder Salden zu verifizieren, Finanzquellen in einem Kundenerlebnis zu aggregieren sowie Transaktionen zu kategorisieren. Dies ermöglicht Partnern beispielsweise, Bonitätsprüfungen durchzuführen oder auf Wunsch des Kontoinhabers individuelle Finanztipps auf Grundlage der Daten erstellen zu können. Machine Learning sorgt für immer exaktere Zuordnungen und so zu einem erheblichen Mehrwert für Partner, die auf Basis der figo Technologie Anwendungen und Produkte realisieren. Im nächsten Schritt gestaltet figo Brokerage so einfach wie Payment, bricht diese Silos ebenfalls auf und hilft dabei, das bisher so komplexe Wertpapiergeschäft in einem anwenderfreundlichen Kontext darzustellen.

Wer ist bereits überzeugt?

Das Hamburger Unternehmen konnte bereits Partner aus sehr heterogenen Bereichen für sich gewinnen und von seiner Technologie überzeugen. Mit der Deutschen Bank oder Payback zählen bereits renommierte, große Partner dazu. Gleichzeitig setzen junge Unternehmen wie Auxmoney, Finanzcheck, Cringle, Bonify, Fino oder Fincite auf figo. Damit macht figo deutlich, dass Bankeninfrastruktur schon jetzt die Basis für eine Vielzahl von neuen Services und Anwendungen im Sinne des Kunden ist.

Das Vertrauen spiegelt sich auch auf der Liste der Investoren wider. Kürzlich investierte die Deutsche Börse in figo. Ein neutraler und starker strategischer Partner, der figo künftig bei den nächsten Schritten begleitet. Ebenso sind Topinvestoren wie der High-Tech Gründerfonds, Carlo Kölzer (Gründer der Devisenplattform 360t) und Jörg Heilig (VP of Engineering bei Google) dabei, die über ein umfassendes Branchen-Know-how verfügen.

Netzwerk

Mehr als 1.000 Developer, Unternehmen, Banken, Payment Service Provider, Kreditkartenanbieter und -plattformen sowie FinTechs nutzen die figo Technologie schon heute. Sie alle sind Teil eines riesigen FinTech-Ökosystems, das figo um sich herum aufgebaut hat. Wesentlich dazu beigetragen hat die von figo ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe ‘Bankathon’ - ein Programmierwettbewerb, der sich rund um die Themen FinTech, Banking und Finanzen dreht sowie als Community Hub fungiert. figo vernetzt die verschiedenen Akteure der Finanzwirtschaft: Banken brauchen Partner, um Geschwindigkeit aufzunehmen und Technologien zu nutzen, die in der Bank selbst nicht vorhanden sind; die Developer Community gilt ihnen hierbei als Inspirationsquelle. Gleichzeitig brauchen FinTechs Partner, die in der Gesellschaft das Vertrauen genießen, verantwortungsvoll mit ihrem Geld sowie ihren Daten umzugehen, und das ist aus Verbrauchersicht häufig immer noch die Bank.

figo ist ausgezeichnet

We are building the backbone of next generation financial services! - Diese Idee überzeugt! figo trägt das "Cloud Services Made in Germany"-Siegel, ist Internet Start-up 2013 und hat den Banking IT-Innovation Award 2013 gewonnen. Im Dezember 2015 zählt letstalkpayments.com figo zu den "21 Hottest Banking Technology Companies". Im Dezember 2015 entschied figo den Bitkom Innovators' Pitch 2015 in der Kategorie FinTech für sich und gewinnt 2016 den EURO FINANCE TECH Award in der Kategorie ‘Transaction & Infrastructure’. Auch in 2017 ist figo schon ausgezeichnet worden. Im Mai haben brand eins und statista die “Innovatoren des Jahres 2017” publik gemacht, zu denen auch figo gehört. Im Juni verkündet TheFinTech 50, dass figo aus über 1.500 FinTech-Unternehmen Europas von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurde und zu den 50 ausgewählten Unternehmen zählt. Wenige Wochen später ist figo außerdem eines der 250 vielversprechendsten FinTech-Unternehmen weltweit. Eine Zusammenstellung, die CB Insights verantwortet.

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