Deutsche Börse schafft gemeinsam mit führenden FinTech-Unternehmen eine FinTech-Acceleration-Plattform

Die Gruppe Deutsche Börse und ihr Nachhandelsdienstleister Clearstream bauen gemeinsam mit dem deutschen FinTech-Unternehmen figo und dem Luxemburger RegTech-Startup Finologee eine FinTech-Acceleration-Plattform auf. Die Plattform soll im vierten Quartal 2018 live gehen, vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Genehmigungen.

 

Über die neue Plattform können sowohl etablierte Finanzmarktakteure als auch digitale Unternehmen der neuen Generation ihre Dienstleistungen anbieten. So können sie von dem Angebot aller anderen Plattformteilnehmer profitieren und neue Ertragsquellen erschließen. Die Plattform wird einfachen Zugriff auf Markt- und Referenzdaten der Gruppe Deutsche Börse sowie auf funktionale Dienstleistungen über web-basierte APIs ermöglichen. Die erste Anwendung von Drittanbietern ist ein Kontozugangs-Gateway für Banken zur Erfüllung der Anforderungen aus der zweiten EU-Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2).

PSD2 soll, u.a. durch die Öffnung des Marktes für weitere Akteure, den Wettbewerb im europäischen Zahlungsmarkt fördern und einheitliche Rahmenbedingungen schaffen.

 

Marc Robert-Nicoud, CEO der Clearstream Holding, sagte: „Wir sind davon überzeugt, dass diese Art der Kooperation die Zukunft der Finanzbranche prägen wird. Sie vereint das Know-how und die Innovationskraft einer etablierten Marktinfrastruktur mit den neuartigen Modellen und der Flexibilität starker FinTech-Startups. Diese Symbiose kann einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung neuer Interaktions-, Kooperations- und Monetarisierungsmodelle leisten.“

 

Raoul Mulheims, Mitgründer und CEO von Finologee, fügte hinzu: „Wir ergänzen uns perfekt. Unser Ziel ist es, eine leistungsstarke Plattform für den Vertrieb von Dienstleistungen und einen Marktplatz aufzubauen, der die Bedürfnisse etablierter und neuer Finanzmarktakteure gleichermaßen berücksichtigt. Für uns ist das der nächste logische Schritt in unserer unternehmerischen Entwicklung und gleichzeitig eine einmalige Gelegenheit, um unsere eigenen Anwendungen und Produkte einzusetzen.“

 

André M. Bajorat, CEO von figo, ergänzte: „Mit Clearstream nutzen wir die Infrastruktur eines vertrauenswürdigen Partners – davon profitieren unsere Kunden, sowohl Banken als auch Nichtbanken. Technologie, Entwickler-Community und Compliance – die zugrundeliegenden Elemente eines offenen Bankgeschäfts – sind in der PSD2 vereint. Genau dieses Zusammenspiel setzen alle drei Partner nun in die Tat um. Der Aufbau dieses Marktplatzes ist die logische Folge dessen, was wir bislang erreicht haben.“

 

Die Gruppe Deutsche Börse arbeitet bereits seit 2016 mit dem Bankdienstleister figo zusammen, der sich als B2B-Anbieter von PSD2-Lösungen für Banken und Nichtbanken in den letzten Jahren bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht und eine umfangreiche Entwickler-Community aufgebaut hat. Die neue Partnerschaft mit Finologee zielt mit der ersten vollständig PSD2-konformen Zahlungslösung insbesondere auf den luxemburgischen Markt. Darüber hinaus wird Finologee zur Entwicklung der Plattformarchitektur und Software beitragen und sich bei weiteren Partnerschaften einbringen.

 

Clearstream steuert seine Expertise im Aufbau und Betrieb leistungsstarker IT-Infrastrukturen entsprechend regulatorischer Vorgaben bei. Darüber hinaus stellt das Unternehmen mehrere Software-Komponenten zum Betrieb des hochmodernen API-Marktplatzes der Gruppe Deutsche Börse bereit, auf dem die FinTech-Acceleration-Plattform aufsetzen wird. Derzeit werden die ersten Anwendungen auf der Plattform evaluiert, darunter Budget Insight, IDnow, AriadNEXT, Governance.com, Jemmic und KYCTech. Banken und Versicherungen haben ebenfalls großes Interesse an Anwendungen auf strategischer und operativer Ebene über PSD2 hinaus signalisiert.

 

Momentan befindet sich die FinTech-Acceleration-Plattform noch in der Pilotphase und wird zunächst als Entwicklungsumgebung lanciert. So kann unkompliziert getestet werden und die Programmierung wird erleichtert. Zu den weiteren Anwendungen im Rahmen der Pilotphase zählt ein Produkt zur automatisierten Identifikation und Zustimmungserklärung von Finologee, ergänzt durch figos sogenannten RegShield für Nichtbanken und PSD2-Enabler für Banken. Zudem stehen diverse Dienstleistungen von Clearstream und der Deutschen Börse zur Verfügung.

 

Auf der ICT Spring-Konferenz vom 15.-16. Mai 2018 in Luxemburg wird die Plattform erstmals vorgestellt. Auf dem von figo veranstalteten Bankathon vom 27.-29. August 2018 in Frankfurt, einem Think Tank für innovative Produktideen im Banking, wird sie dann Entwicklern zur Nutzung offen stehen.

 

 

Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream, als Teil der Gruppe Deutsche Börse, die Post-Trade-Infrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 56 Inlandsmärkten weltweit bereit. Mit einem verwahrten Vermögen von € 13 Bio. ist Clearstream einer der weltweit größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere. Clearstream ist darüber hinaus Gründungspartner des Luxembourg House of Financial Technology, dem luxemburgischen Fintech-Forum zur Förderung von Innovationen und Lösungen für die Zukunft von Finanzdienstleistungen.

 

Über Finologee

Finologee ist ein FinTech/RegTech-Unternehmen mit Sitz in Luxemburg, das sich digitalen Plattformen für die Finanzbranche verschrieben hat. Finologee hat eine umfassende Acceleration-Plattform für FinTechs und mehrere auf dieser Infrastruktur aufbauende Anwendungen entwickelt. Zu letzteren zählen ein Produkt zur automatisierten Identifikation und Zustimmungserklärung, mit dem Finanzunternehmen ihre KYC- und Kundenserviceprozesse outsourcen können, ein PSD2-konformes Mehrkanalnachrichtensystem zur Kundeninteraktion, ein Kontozugangs-Gateway, mit dem Banken über eine einzige Anbindung an ihre Infrastruktur PSD2-Konformität erlangen, sowie ein Tool zur Optimierung des Abrechnungsprozesses. Finologee wir von seinen Inhabern geführt, die mit dem Aufbau und dem Betrieb von Digicash, einem Multibank-Produkt für mobile Zahlungen und Akzeptanznetzwerk, einschlägige Erfahrung vorweisen können.

 

Über figo

figo ist ein B2B-Anbieter, der Dritten den Zugang zu diversen Quellen für Finanzdaten ermöglicht, darunter veredelte Daten von Bankkonten, Kreditkarten, Depots, PayPal sowie unterschiedliche FinTechs. Zu Beginn wurden die Lösungen von figo von Unternehmen und von diesen hauptsächlich dazu verwendet, die Buchhaltung zu automatisieren, Bonitätsprüfungen zu vereinfachen oder einen Kontowechsel unkompliziert und reibungslos vonstattengehen zu lassen. Mittlerweile unterstützt figo jedoch auch immer mehr Banken. Sie entwickeln Produkte mit Mehrwert für den Nutzer. Dank dieser Anwendungen findet Banking nicht mehr nur in der Bank statt, sondern überall. Sie sind optisch ansprechend gestaltet und leicht zu bedienen. Die PSD2 spielt figo in die Karten: Die neue, offene Bankenwelt, die das Unternehmen seit Anfang 2014 lebt, wird jetzt zum Standard.

 

 

Ansprechpartner für die Medien:

 

Clearstream

Christina Hudelmayer

Telefon: +49 (0) 69 2 11 -11 500

 

Finologee

Raoul Mulheims

Telefon: (+352) 27 75 08-1

 

figo

Stella Regna

Telefon: +49 160 6404141

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Über figo

Über die figo GmbH

Nutzer wollen Convenience, bestehen auf Anwenderfreundlichkeit, erkennen den Mehrwert kontextbezogenen Bankings und bekommen die Freiheit, selbst entscheiden zu können, in welchem Service sie ihre Bankdaten nutzen wollen - neutrale Dienste außerhalb der klassischen Bankenwelt sind populärer denn je: Die scheinbar untrennbare Verbindung von Banking und Bank löst sich auf! An der Stelle kommt figo als Europas erster Banking Service Provider ins Spiel. Denn figo’s ‚Banking as a Service’-Plattform ist in diesem Zusammenhang - bestehend aus intrinsischer Motivation der Nutzer und äußeren Faktoren wie beispielsweise der neuen EU-Richtlinie Payment Services Directive 2 (PSD2) - ein effizienter wie effektiver Lösungsanbieter.

Das Hamburger B2B-Unternehmen hat mit seinem Geschäftsmodell die bisherigen Silos der Banken geöffnet und steht wie kaum ein anderes Unternehmen für diese neue offene Bankenwelt. Veredelte Daten verschiedener Finanzquellen wie Bankkonten, Kreditkarten, Depots, PayPal und FinTechs sind über figo erreichbar. Die PSD2 unterstreicht das Erfolgskonzept des Infrastrukturanbieters. Denn ein Aspekt der neuen EU-Richtlinie ist die Vorgabe ‚Access to Account’ (XS2A), die Banken dazu verpflichtet, Bankdaten auch sogenannten Dritten zugänglich zu machen. figo liefert mit seiner multifunktionalen Plattformtechnologie die technische Lösung zur Erfüllung von XS2A, die Banken europaweit nutzen können und nicht selbst entwickeln müssen. Die weitreichenden Managementfunktionen dieses Tools umfassen alle regulatorischen Maßgaben. Außerdem können Banken die figo ‘Banking as a Service’-Plattform einsetzen, um selbst innovative Produkte zu realisieren.

Die figo GmbH ist seit dem 16. August 2018 ein reguliertes Institut nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Damit hat figo von der Finanzaufsicht BaFin die Erlaubnis erhalten, die seit Jahresbeginn regulierten Zahlungsauslöse- (ZAD) und Kontoinformationsdienste (KID) zu erbringen.

Die Kombination von Technik, Regulierung und Community bestimmt die strategische Ausrichtung des Hamburger Unternehmens. Denn figo ist auf dem Weg, eines der ersten regulierten FinTechs im Rahmen der PSD2 zu werden. Ziel ist in diesem Zusammenhang, für nicht-regulierte Unternehmen die Funktion des regulierten Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienstleisters zu übernehmen oder ein verlässlicher Auslagerungspartner für regulierte Unternehmen zu sein.

figo ist die Grundlage für das Banking der Zukunft und positioniert sich als verlässlicher Lösungsanbieter für Banken, FinTechs, E-Commerce- sowie Software-Häuser jeglicher Größe. Compliance, Datenveredelung, Fullservice und Business Intelligence sind zentrale Mehrwerte, an denen figo jeden Tag mit aktuell fast 50 Experten arbeitet.

figo öffnet und verbindet

figo öffnet die Banking- und Payment-Silos und macht die Bankeninfrastruktur für neue Use Cases zugänglich: Mit der Banking-Plattform ist es möglich, Bankdaten zu lesen, Finanzquellen zu analysieren, Überweisungen auszulösen, Kontodaten wie IBAN oder Salden zu verifizieren, Finanzquellen in einem Kundenerlebnis zu aggregieren sowie Transaktionen zu kategorisieren. Dies ermöglicht Partnern beispielsweise, Bonitätsprüfungen durchzuführen oder auf Wunsch des Kontoinhabers individuelle Finanztipps auf Grundlage der Daten erstellen zu können. Machine Learning sorgt für immer exaktere Zuordnungen und so zu einem erheblichen Mehrwert für Partner, die auf Basis der figo Technologie Anwendungen und Produkte realisieren. Im nächsten Schritt gestaltet figo Brokerage so einfach wie Payment, bricht diese Silos ebenfalls auf und hilft dabei, das bisher so komplexe Wertpapiergeschäft in einem anwenderfreundlichen Kontext darzustellen.

Wer ist bereits überzeugt?

Das Hamburger Unternehmen konnte bereits Partner aus sehr heterogenen Bereichen für sich gewinnen und von seiner Technologie überzeugen. Mit der Deutschen Bank oder Payback zählen bereits renommierte, große Partner dazu. Gleichzeitig setzen junge Unternehmen wie Auxmoney, Finanzcheck, Cringle, Bonify, Fino oder Fincite auf figo. Damit macht figo deutlich, dass Bankeninfrastruktur schon jetzt die Basis für eine Vielzahl von neuen Services und Anwendungen im Sinne des Kunden ist.

Das Vertrauen spiegelt sich auch auf der Liste der Investoren wider. Kürzlich investierte die Deutsche Börse in figo. Ein neutraler und starker strategischer Partner, der figo künftig bei den nächsten Schritten begleitet. Ebenso sind Topinvestoren wie der High-Tech Gründerfonds, Carlo Kölzer (Gründer der Devisenplattform 360t) und Jörg Heilig (VP of Engineering bei Google) dabei, die über ein umfassendes Branchen-Know-how verfügen.

Netzwerk

Mehr als 1.000 Developer, Unternehmen, Banken, Payment Service Provider, Kreditkartenanbieter und -plattformen sowie FinTechs nutzen die figo Technologie schon heute. Sie alle sind Teil eines riesigen FinTech-Ökosystems, das figo um sich herum aufgebaut hat. Wesentlich dazu beigetragen hat die von figo ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe ‘Bankathon’ - ein Programmierwettbewerb, der sich rund um die Themen FinTech, Banking und Finanzen dreht sowie als Community Hub fungiert. figo vernetzt die verschiedenen Akteure der Finanzwirtschaft: Banken brauchen Partner, um Geschwindigkeit aufzunehmen und Technologien zu nutzen, die in der Bank selbst nicht vorhanden sind; die Developer Community gilt ihnen hierbei als Inspirationsquelle. Gleichzeitig brauchen FinTechs Partner, die in der Gesellschaft das Vertrauen genießen, verantwortungsvoll mit ihrem Geld sowie ihren Daten umzugehen, und das ist aus Verbrauchersicht häufig immer noch die Bank.

figo ist ausgezeichnet

We are building the backbone of next generation financial services! - Diese Idee überzeugt! figo trägt das "Cloud Services Made in Germany"-Siegel, ist Internet Start-up 2013 und hat den Banking IT-Innovation Award 2013 gewonnen. Im Dezember 2015 zählt letstalkpayments.com figo zu den "21 Hottest Banking Technology Companies". Im Dezember 2015 entschied figo den Bitkom Innovators' Pitch 2015 in der Kategorie FinTech für sich und gewinnt 2016 den EURO FINANCE TECH Award in der Kategorie ‘Transaction & Infrastructure’. Auch in 2017 ist figo schon ausgezeichnet worden. Im Mai haben brand eins und statista die “Innovatoren des Jahres 2017” publik gemacht, zu denen auch figo gehört. Im Juni verkündet TheFinTech 50, dass figo aus über 1.500 FinTech-Unternehmen Europas von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurde und zu den 50 ausgewählten Unternehmen zählt. Wenige Wochen später ist figo außerdem eines der 250 vielversprechendsten FinTech-Unternehmen weltweit. Eine Zusammenstellung, die CB Insights verantwortet.

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